Mon, 31 Oct 2005

Breezy und iBooks G4

Ich habe Euch leider mit einer Fehlinformation versorgt. Die neuesten iBook G4 Modelle, welche im Juli 2005 auf dem Markt kamen, werden von Ubuntu Breezy Badger doch "out-of-box" unterstützt. Anscheinend wurden die notwendigen Änderungen doch noch in den Kernel 2.6.12-9-powerpc eingepflegt, welchen ich nicht mehr getestet habe.

Somit werden außer WLAN und 3D-Grafik alle Eigenschaften des iBooks von Ubuntu unterstützt. Doch beide Projekte machen anscheinend Fortschritte. Interessierte sollten vor allem die Mailingliste Debian-PowerPC beobachten. Zudem funktioniert der TV-Out-Adapter unter Linux nicht. Ich konnte bisher keine Informationen dazu finden, aber anscheinend funktionierte es mit älteren Modellen schon nicht.

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Fri, 14 Oct 2005

Ubuntu Breezy und das iBook

Nach fast vier Wochen rumspielen und Freude kann ich berichten: Das iBook läuft wie geschmiert unter Ubuntu. Leider ist der Kernel 2.6.14, welcher mit Ubuntu geliefert wird, für das "brandneue" iBook-Modell zu alt. Suspend-to-Ram, Sound und das Touchpad laufen damit nicht. Daher habe ich anhand der Ubuntu-Konfiguration einen neuen Kernel auf Basis des Kernel 2.6.14-rc4 gebaut.

Mit diesem Kernel sind auch die letzen für mich Probleme behoben. Bluetooth habe ich mangels unnötigem Bluetooth-Schnickschnack noch nicht ausprobiert. Obwohl ich das Modem nicht brauche, wollte ich mich darum als nächstes kümmern. Und für die eingebaute AirportExpress-WLAN gibt es ja keinen Linux Treiber. Denkst'e! Das Projekt zum Reverse Engineering der Treiber ist vorwärts gekommen. Nun wird eine Dokumentation geschrieben, anhand der ganz andere Leute den Treiber programmieren. So gibt es auch hoffentlich keinen (juristischen) Ärger mit den bösen Broadcom-Leuten. Jetzt muss ich nur herausfinden, wie ich den Treiber compiliert bekomme.

Wem das zu lange dauert, kann ja bei den Gentoo-Freaks vorbeischauen. Die haben es geschaft, das komplette MacOS X via MOL und Internet Sharing als WLAN-Treiber zu verwenden. Ist mir aber doch zu oversized, trotzdem Respekt.

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Mon, 26 Sep 2005

Neues Spielzeug

Mein Reisefreund hat erstmal ausgedient und wird in der WG verwurstet. Nun habe ich ein neues Spielzeug zur Verfügung: ein neues Apple iBook 12".

Es war schon etwas Umgewöhnung, da einiges doch anders ist als an einem PC-Laptop (Stichwort: "New World" Partition für yaboot, kein grub, kein sfdisk und kein ACPI). An dieser Stelle werden werden sowohl die Apple-Jünger, als auch misstrauischen Ketzerinnen gemerkt haben, sind dies nicht die Probleme, die mensch mit dem ersten Einrichten von Tiger hat. Ich habe als erstes Mal Ubuntu für PowerPC installiert (by the way: vermutlich das letzte iBook mit einem G4), denn ich will ja nicht verweichlichen. Nein, Spaß beiseite. Mir ist es einfach nicht wert, Nautilus gegen die grafischen Effekte von MacOS X einzutauschen (Auch wenn ich finde, dass die Effekte sinnvoll eingesetzt sind und die Usability unterstützen).

Ich finde die Hardware am iBook in allererster Linie interessant. Kein zwölf Zoll Gerät in diesem Preissegment hat solche Laufzeiten zu bieten und macht einen soliden Eindruck. Leider sind ja fast alle Geräte unter 15" derzeit total überteuert oder taugen nicht.

Es ist bei den ganz neuen iBooks anscheinend eine kleine Herausforderung, sie unter Linux an den Start zu bekommen. Das liegt vor allem an der Soundkarte und dem neuen Touchpad. Die Soundkarten wird falsch erkannt, aber das lässt sich mit einem zweizeiligen Kernel-Patch lösen. Und für das Touchpad gibt es auch schon einen Treiber, welcher zuverlässig funktioniert (Angeblich kann der auch Zweifinger-Scrollen der neuen Touchpads).

Bevor nun die Clicky-Bunty-Fraktion aufschreit, das sei ja alles viel zu kompliziert: Ja, stimmt auch. Aber ich Wette in Kernel 2.6.14 und spätestens mit Dapper Drake wird sich das erledigt haben (Leider gibt es für die im Oktober erscheinende Version "Breezy Badger" schon einen Kernel-Freeze, und das noch bei Version 2.6.12). Derweil muss ich nur herausfinden, warum der Rechner sofort aus dem Standby (Sleep, Suspend-to-RAM) wieder aufwacht. Dafür funktioniert Ruhezustand (Suspend-to-Disk, Hibernate, also echter und nicht Apple's falsche Übersetzung für Sleep ) schon prima und sehr schnell.

Als Software verwende ich Ubuntu "Breezy Badger" und kann dank üppigen RAM nun mich mit Beagle, TomBoy und etlichen anderen dauernd laufenden Applikationen vergnügen.

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Sun, 25 Sep 2005

Mein Wille als "der Wähler"

Nachdem die allseits beliebte Boulevard-"Zeitung" eine einzelne Person mit dem Personalpronomen dritte Person Plural feierte, werden auf allen Kanälen an die 47 Millionen Menschen mal schlichtweg als "der Wähler" (dritte Person Singular männlich) zusammengefasst. Während über die erste Variante noch herzlich gelacht wurde, so scheint sich über diesen Stumpfsinn vom gleichen Niveau niemand aufzuregen.

Was wollte ich denn, als der Wähler (Frauen wurde nach dieser Sprachvariante das Wahlrecht wieder abgesprochen)? Wie viel Prozent habt ihr denn bei den einzelnen Parteien hingeschrieben? Das muss ich mir mal für die nächste Wahl merken, auch eine nette Variante ungültig zu wählen.

Das Schlagwort "der Wähler" verschweigt aber, dass die Wahlen in der Bundesrepublik mehr mit Wetten auf Pferderennen gemeinsam haben, als mit freier Meinungsentscheidung. Lassen wir mal der Einfachheit halber die Manipulation durch Massenmedien, Lobbyisten und Populisten außer Acht.

Durch Fünf-Prozent-Hürde und Mehrheitswahlrecht bei der Erststimme stellt sich doch bei einigen die Frage auf, ist meine Stimme nicht verloren, wenn ich für diese Kleinstpartei stimme? Lohnt es sich überhaupt selber Initiative zu ergreifen? Da muss doch schon viel passieren, bevor sich so etwas wie die WASG gründet. Wie viele Stimmen landen dann bei einer der Parteien statt aus Überzeugung, nur um zu versuchen, eine andere Konstellation zu verhindern. Wahlen nach "Ja" oder "Nein" oder gar mit einer einzigen Ankreuz-Option haben tendenziell was von "Pistole auf die Brust" setzen. Einige meiner Freunde haben sich in letzter Minute doch noch für eine CDU-Verhinderungs-Strategie entschieden. Mensch spielt auf Platz statt auf Sieg.

Dabei ist die Idee von Prozentzahlen auf den Wahlzettel schreiben gar nicht mal so abwegig. Warum kann ich nicht einfach ein Differenziertes Meinungsbild abgeben. Mit der Partei gar nicht, die am liebsten und die nur ungern, aber lieber noch als die anderen. Zum Beispiel durch Rangfolgen. Mit Computern sollte auch das ausrechnen nicht so das Problem sein.

Aber bitte glaubt nicht, ich würde die parlamentarische Demokratie, nach dieser möglichen "Verbesserung", wieder für die Lösung alltäglicher Probleme nützlich halten.

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Wed, 24 Aug 2005

Oh, ihr geliebten Kommentare

Es war nur ein ganz kleiner, blöder Fehler, welcher nun behoben ist. Das schreiben von Kommentaren ist wieder möglich!

Bitte überfliegt nochmal meine letzten Blogeinträge, kehrt in Euch und schreibt dann all die Kommentera, die Euch in den letzten Wochen unter der Tastatur brannten. Ich habe Sie vermisst.

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